Inspirationen - 3.5 Andre Stern - Begeisterung

Shownotes

In diesem Podcast geht es um André Stern und seine Inspirationen für die Entwicklungsbegleitung. Waltraut Doering erzählt im Gespräch mit Michael Wingenfeld, wie sie durch den Film „Alphabet – Angst oder Liebe“ auf André Stern aufmerksam wurde und sich dadurch ihr Blick auf Lernen, Spiel und Begeisterung noch einmal erweitert hat.

Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen Bedingungen Kinder wirklich lernen. Nicht das Vermitteln vorgegebener Inhalte, sondern das freie Spiel eröffnet Kindern die Möglichkeit, ihren eigenen Interessen zu folgen, neugierig zu werden und mit Begeisterung Neues zu entdecken. Dabei geht es nicht darum, Kinder für die Schule „fit zu machen“, sondern wahrzunehmen, wie ein Kind lernt und welche Bedingungen es dafür braucht.

Für die Entwicklungsbegleitung bedeutet dies vor allem: beobachten, sich zurücknehmen und darauf achten, wann ein Kind Interesse, Neugier und Begeisterung zeigt. Eine Umgebung mit wenig vorgefertigtem Material kann dafür vielfältige Spiel- und Erfahrungsräume eröffnen.

André Sterns Verständnis vom Spiel bestärkt damit eine zentrale Haltung der Entwicklungsbegleitung: Kinder tragen die Fähigkeit zu lernen und sich zu entwickeln in sich – Erwachsene können ihnen den Raum geben, diese aus eigener Begeisterung zu entfalten.

. . . .

Weitere Informationen:

http://www.EntwicklungsBegleitung.de

http://EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de

http://Instagram.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de

Den PodCast können Sie hören bei:

http://Podigee.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de

http://Spotify.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de

http://ApplePodCast.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de

http://Deezer.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de .

Eure Fragen und Themenvorschläge:

nehmen wir gerne entgegen. Gerne lassen wir euch auch in unserem PodCast zu Wort kommen. Bitte meldet euch bei: Waltraut.Doering@EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de .

EntwicklungsBegleitung Kurz und Gut

Ein PodCast von Waltraut Doering im Gespräch mit Michael Wingenfeld

Transkript anzeigen

00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Entwicklungsbegleitung.

00:00:18: kurz und gut.

00:00:21: Dies ist ein Podcast für alle, die mit Kindern zu tun haben und ihre Kompetenzen im Umgang mit Kindern erweitern wollen – beruflich oder privat!

00:00:33: Ein Podcast von und mit Waldraud Döring.

00:00:35: im Gespräch mit Michael Wingenfeld

00:00:59: Geht es ja um weitere Inspirationen.

00:01:02: Wir haben eine kleine Serie zum Thema Inspiration für die Entwicklungsbegleitung und heute haben wir gewissermaßen Andre Stern zu Gast als Inspirator, da möchte ich dich als erstes fragen welche Inspiration ging denn von Andre Stern aus?

00:01:24: Ja hallo Michael!

00:01:27: Das ist jetzt für mich auch ganz besonders spannend, weil in den ersten vier Podcasts in dieser Reihe Inspirationen hatten wir ja die Personen, die uns inspiriert haben.

00:01:40: Die Entwicklungsbegleitung überhaupt erst mal aufzubauen und die Entwicklungs- begleitung quasi zu entwickeln!

00:01:48: Und das waren die Säulen der Entwicklungs Begleitung.

00:01:53: Das war Gerald Hüter mit dem Thema Gehirnorganisation, das waren zum Thema Konstruktivismus und Chaostheorie Peter Kruse und Heinz von Förster.

00:02:05: Und das war eben als drittes Berner au Couturier der so die Grundlagen der Umsetzung quasi uns dazu inspiriert hat.

00:02:18: Und jetzt haben wir also dieses Konstrukt Entwicklungsbegleitung aber das entwickelt sich ja auch immer weiter.

00:02:25: Da kommt jetzt unter anderem André Stern ins Spiel.

00:02:29: Weil durch seine Inspirationen ist quasi die Entwicklungsbegleitung nicht mehr in ihren Säulen gefestigt worden, sondern jetzt kommen Dinge hinzu, die darüber hinausgehen und die auch noch zu anderen Dingen inspiriert haben.

00:02:53: Also zum Beispiel bei Andre Stern war es das Thema Begeisterung.

00:03:03: Das Thema Begeeistung, was ich bei Gerhard Hüter auch schon hatte – der hat das ja auch schon aber – diese Begeistorung wie die jetzt einfließt in die Entwicklungsbegleitung?

00:03:14: Das hat andere Sternen quasi bewirkt oder mich dazu inspiriert.

00:03:21: Und wann und Wo hast, hat dich André Stern inspiriert?

00:03:28: Hast du ihn persönlich getroffen?

00:03:29: Hast Du von ihm gehört, hast Du ein Buch gelesen.

00:03:32: Wie ist diese Inspiration zustande gekommen?

00:03:36: Ja leider habe ich ihn nie getroffen.

00:03:38: das hat bisher nicht geklappt wie bei den anderen die ja auch persönlich eben kennengelernt habe bisher.

00:03:47: Nein Andrés Stern von dem hab ich das erste mal gehört Das war... ...zwei-tausend dreizehn glaube ich.

00:03:55: Und zwar gab es einen Film, den ich also allen Zuhörerinnen und Zuhören wirklich empfehlen kann.

00:04:04: Der Film hieß Alphabet und der hatte ein Untertitel und das hieß Angst oder Liebe.

00:04:15: Und da ging es in diesem Film, das ist ein Dokumentarfilm.

00:04:18: Er geht es über Lernen in der ganzen Welt von Kindern und da geht es eben darum, in welche Welt möchten wir unsere Kinder begleiten?

00:04:29: Soll es eine Welt sein die von Angst geprägt ist oder eine Welt die von Liebe geprächt ist?

00:04:35: Und an diesem Film war André Stern maßgeblich beteiligt.

00:04:44: In dem Buch, was darüber erschienen ist.

00:04:47: Da ist eben nicht nur der Film dargestellt in den Buch sondern viele weitere Themen.

00:04:53: auch hat er sehr stark mitgewirkt und da bin ich auf ihn gestoßen weil es da ging es nämlich erst mal vorhin hatte gesagt Begeisterung aber da ging das tatsächlich um das Thema Liebe und Lernen mit Liebe nie in der Schule war.

00:05:17: Das hat ihn nämlich als erstes mal gekennzeichnet.

00:05:20: und in diesem Buch, das was er auch rausgegeben hat und ich war nie in die Schule, war so die Hauptfrage wie geschieht eigentlich Lernen?

00:05:32: Und daraus entwickelte sich dann das weiter, was Andere Stern dargestellt hat und was mich dann auch weiter inspiriert hat.

00:05:40: also Der Kick war an diesem Film und da ging es für mich Und das Thema Liebe, Kinder gegenüber Liebe und Lernen.

00:05:49: So entwickelte sich das dann weiter?

00:05:52: Und hast du da gleich irgendwas davon ausprobieren können?

00:05:58: Also gesagt Mensch, das verändert mein Verhalten in konkreten Situationen, sei es in der direkten Interaktion mit Kindern, sei ist auch in der Vermittlung von Entwicklungsbegleitung an Erzieherinnen und andere Menschen die Kindern arbeiten, um die zu entwickeln?

00:06:19: Ja.

00:06:20: Das ist direkt in mein Tun und Sein eingeflossen.

00:06:25: Und zwar schon alleine dadurch, dass mir das bewusst geworden ist, dass das eigentlich schon immer meine Haltung war.

00:06:35: Und

00:06:36: d.h.,

00:06:37: diese Inspiration von anderen Sternen, die ist bei mir auf eine innere Landschaft getroffen die dann noch etwas mir erblüht ist.

00:06:49: Und das heißt, ich habe jetzt einmal darauf geachtet eben auch bei der Entwicklungsbegleitung geht es unter anderem auch darum dass wir häufig mit Kindern zu tun haben die Schulschwierigkeiten haben und da nochmal ziemlich radikal meinen Blick zu verändern dass es nicht darum geht, Kinder für die Schule fit zu machen.

00:07:18: Die Idee war schon immer da klar aber das war so sondern dass es darum geht dass Kinder anders lernen und dass sie quasi so viel anders auch noch lernen können, dass sich der Art und Weise der Vermittlung in der Schule Ertraben können, ohne dass es schadet.

00:07:40: Also das ist schon ziemlich radikal dann gewesen und auch in Auseinandersetzungen zum Beispiel mit Schulen.

00:07:48: Ich habe immer wieder Beratung bei Lehrkräften gemacht zumindest immer bei den Kindern die ich selber in der Begleitung hatte Und dann auch mit den Lehrern darüber zu reden und zu sagen Leute seht doch mal nicht das Defizit was das Kind jetzt im Unterricht hat, sondern seht mal, was es mitbringt und wo unter welchen Bedingungen es besser lernen könnte.

00:08:13: Dann natürlich dem Kind selber gegenüber, dass ich nicht in mir auch die Idee hatte, es müsste irgendetwas lernen, sondern viel mehr dazu übergegangen ist.

00:08:26: wie lernt es dann?

00:08:28: Und da gibt es auch wieder von André Stern wunderbare Bücher, und zwar das Buch Spielen um zu fühlen, zu lernen und zu leben.

00:08:39: Da kam eben durch Andre Stern noch verstärkt die Inspiration – dass Lernen im Spiel eben wesentlich besser funktioniert als Lernen wenn ich etwas einbeträgt bekommen soll!

00:08:55: und da hat er mich dann auch direkt begleitet, dass ich auch noch viel mehr auf die Art des Spiels geachtet habe.

00:09:02: Und dann eben Spiel mit Begeisterung.

00:09:05: Da schließt sich jetzt wieder dieser Anfangskreis, das ich gesagt hab für ihn ist eben auch Begeistrung ganz wichtig und der hat ja eben auch ein Buch geschrieben zu dem Thema Begeesterung Und das alles miteinander zu verbinden und da habe ich dann noch sehr viel mehr auf das Thema Spiel geachtet.

00:09:36: Kannst du uns da bitte ein mal so ein konkretes Beispiel zeigen?

00:09:41: Also, du hast einen Kind vor dir und wie hat es jetzt funktioniert also des Kind ja mehr spielen zu lassen um begeistert ins Lernen zu kommen?

00:09:54: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:09:56: Ja, das habe ich selber ganz deutlich gemerkt bei meinen Beratungen im Kindergarten.

00:10:03: Da sollen die Kinder – und ganz besonders auch Kindergärten in der Vorschulzeit!

00:10:10: Da sollen sie ja auf Schule- und schulisches Lernen vorbereitet werden habe ich eben in den Kindergärten bei meinen Beratungen immer wieder mehr verstärkt darauf geachtet, wie spielen die Kinder eigentlich.

00:10:26: Und das war dann die nächste Geschichte nicht ein Programm für Vorschule anzubieten sondern einen Raum zu schaffen wo die Kinder spielen können.

00:10:37: und da hab' ich eine ganz besondere Erfahrung gemacht.

00:10:40: und zwar war es so dass sehr häufig Erzieherinnen wenn es Probleme mit Kindern gab, gesagt hat Ja das Kind kann nicht spielen.

00:10:53: Das war die eine Erfahrung.

00:10:54: oder bei anderen Sachen ja da und in der Situation spielt das Kind richtig und Anführungsstriche tatsächlich auch Wortes gefallen vernünftig.

00:11:06: Und dann habe ich mir genau das angeguckt und habe festgestellt dass das was als vernünftiges Spiel interpretiert wurde lediglich ein funktionierendes Kindes in einem vorgegebenen Rahmen ist.

00:11:23: Also es wurde ein bestimmtes Spiel gespielt, sei es sogar auch ein Tischspiel oder so etwas alles und dann machte das Kind somit ohne dass es Probleme gab.

00:11:33: aber genau um das spielen geht es nicht Sondern es geht um das sogenannte freie Spiel.

00:11:40: Das heißt ein Spiel, was nicht quasi jetzt Tisch regeln oder irgendwelchen Sachen unterworfen ist wo die Kinder ihre Kreativität und jetzt kommt genau das Wort wieder ins Spiel Begeisterung in Spiel einbringen.

00:11:56: Und Begeistung ist eben das... Da kommt es wieder zu dem was in mir schon drin war.

00:12:03: In der Situation der Begeisterung habe ich ein wunderbares Wechselspiel von Stabilität und Instabilität.

00:12:09: Ich habe einen Thema in mir, was ich gut beherrsche.

00:12:16: Stabilität, das mir gut gelingt.

00:12:20: Und von dort ausgehe ich jetzt in die Instabilitet, in die Veränderung, in den Neugier hinein.

00:12:26: Interessiere mich für etwas Neues oder anderes?

00:12:31: kommt jetzt die Begeisterung ins Spiel.

00:12:34: Super, und wie können unsere Zurerinnen das jetzt umsetzen?

00:12:45: Was empfiehlst du?

00:12:47: Ist es irgendwie bestanderes Spielmaterial?

00:12:50: ist eine Veränderung der Haltung?

00:12:52: also Wie kann man als jemand, der mit Kindern zu tun hat diese Inspiration konkret umsetzten?

00:13:02: ganz praktisch gesehen, indem wir uns selber betrachten und gucken was wir eigentlich machen.

00:13:11: Was wir machen wenn wir das Kind angucken?

00:13:14: Was für Gedanken und Ideen haben?

00:13:16: bleiben wir genau bei dieser Idee dass Kind spielt ja ganz vernünftig oder das Kind spielt gar nicht Ja, was heißt das genau?

00:13:26: Was bedeutet das und was sehe ich an dem Kind.

00:13:30: Dass wir von dieser allgemeinen Einschätzung, spielt gut oder spielt nicht gut, wegkommen in ganz konkrete Beschreibung dessen, was das Kind eigentlich tut.

00:13:42: Also nehmen wir ein Kind, was ein Kind vernünftig spielt.

00:13:46: also das Kind bleibt am Tisch sitzen.

00:13:50: Es redet nicht dazwischen, wenn andere reden es führt dann die Spielhandlung aus Würfeln oder was weiß ich Wenn es dran ist.

00:14:01: und wenn ich das alles mal aufzähle dass das Kind konkret tut Dann stelle ich sehr schnell fest Dass das Kind Regeln befolgt funktioniert.

00:14:13: Aber wo ist die Begeisterung?

00:14:15: Wo sehe ich jetzt, und das wäre die nächste Geschichte.

00:14:18: Wo sehe Ich Begeiesterung?

00:14:21: Also nicht auf die allgemeine Einordnung Spiel oder eben das Spiel streitet sich nur mit den anderen und spielt nicht.

00:14:30: Wo finde ich aber Begeistrungen?

00:14:32: Was macht das Kind gerne und Begeiztrunken?

00:14:35: Da muss man, glaube ich, noch mal ein bisschen konkretisiert werden.

00:14:39: was ist eigentlich Begeisterung?

00:14:42: Begeisterung ist einmal natürlich im Zusammenhang mit Lachen, Freude verbunden.

00:14:51: Aber Begeistbarung ist auch ich gehe auf etwas zu nicht verkrampft mit Angst und Spannung und auch nicht Schlaf und Lahm und so was sondern mit einer Körperspannung die diese Neugierhaltung ausdrückt.

00:15:09: Und wenn ich dann da angekommen bin, auf das ich zugekommen gegangen bin.

00:15:14: Dann beschäftige ich mich damit und zwar in einer Art und Weise dass ich ja prima und dann wieder innehalte, dass sich bei dem Kind ein Wechselspiel sehe.

00:15:27: wir haben nämlich andere Kinder die scheinen manchen Menschen auf den ersten Blick begeistert zu sein aber sie sind hektisch und getrieben und diese Unterscheidung zu spüren.

00:15:39: Wann kommt ein Kind immer wieder kurzzeitig zu Ruhe, betrachtet sich selber, staunt erstaunen?

00:15:46: Das ist ganz wichtig!

00:15:49: Was ist das

00:15:50: denn?!

00:15:51: Und eben diese Neugier.

00:15:53: Und das ist das Spiel was die Kinder brauchen weil sie genau in dieser Neugie, in dieser Begeisterung sich das anechnen.

00:16:02: Diese Betrachtung... umgesetzt werden kann, dass ich das gar nicht erstmal viel mache mit dem Kind.

00:16:09: Ich muss gar nicht viel tun!

00:16:11: Ich muss erst mal nur gucken und wenn ich dann entdecke an der Stelle ist es begeistert.

00:16:17: An dieser Stelle zeigte es Neugier, zeigt es Interesse und zwar nicht Interesse so, dass es alle Gegenstände quasi... durcheinander will, durcheinanderschmeißt auch das ist wichtig manchmal aber dann immer wieder zur Ruhe kommt und guckt was es da gemacht hat.

00:16:34: Und diese Form von Beobachtung das ist das was wir ganz viel umsetzen können.

00:16:42: Was mir jetzt gerade so aufhört ist wenn ich das beobachten möchte braucht das Kind ja auch eine Umgebung in dem überhaupt irgendwas ist für dass sie sich begeistern kann.

00:16:58: Wie kann man denn diese Situation herstellen, um anschließend in dem Setting beobachten zu können für was es ein Kind eigentlich begeistert?

00:17:10: Das ist natürlich eine unglaublich spannende Frage.

00:17:13: Es auch eine spannende frage, was eben von mir immer wieder an Fragen gestellt wird.

00:17:18: das muss ich den tun und ja erst mal sollte ich gar nicht viel tun.

00:17:27: Sondern ich habe ja zum Beispiel im Kindergarten, auch in der Schule.

00:17:31: Im häustlichen Umfeld oder wo auch immer ich bin, habe ich ja normalerweise dieses Kind nicht nur in einer einzigen Situation sondern ich habe es ja schon in mehreren Situationen und das heißt erst mal noch gar nicht eine spezielle Situation schaffen!

00:17:51: Das kommt gleich.

00:17:53: aber erst mal zu gucken, bei dem was ich schon habe mich zurückzunehmen immer nicht sofort eingreifen zu wollen sondern erstmal aufnehmen wahrnehmen quasi das Kind zu mir sprechen zulassen ohne dass es auch Sprache benutzen muss.

00:18:09: Das ist der erste Schritt.

00:18:12: und wenn ich dann in diesem Umfeld gibt es in der Regel eine Spur unter welchen Bedingungen das Kind Meisten Begeisterung zeigen kann.

00:18:24: Nämlich dann, wenn es nicht quasi Überforderungen ausgesetzt ist oder Unterforderungen und dann heißt das davon etwas mehr schaffen.

00:18:36: Und jetzt kommen wir aber noch zu etwas anderem.

00:18:39: Wenn ich das Kind nur beobachte und angucke wenn es Aufgaben kriegt, wenn Es von mir Aufträge oder so etwas gibt Vorgaben Dann werde ich wesentlich weniger beobachten können.

00:18:52: und da kommen wir zu dem was du vorhin angesprochen hast, Material.

00:18:58: Möglichst wenig vorgefertigtes Material.

00:19:02: also ideal ist die Situation draußen wenn ich draußen ein Umfeld habe wo viel verschiedenes möglich ist und ich mir dann aussuchen kann was sich da machen möchte Aber nicht nur draußen, man kann nicht immer mit den Kindern nach draussen gehen.

00:19:19: Sondern das ist auch etwas was wir in unseren Entwicklungsbegleitungsstunden haben.

00:19:24: Ein Material eben in einem Raum, was für viele Sachen verwendbar ist.

00:19:32: Das heißt nicht nur das und dass... Das heißt auch nicht hochgefertigte strukturierte Spiele sondern Ja, Gerard Hüter hat mal gesagt draußen eine Müllhalde wäre eigentlich ein gutes Umfeld.

00:19:54: Aber naja das würde ich nicht ganz so unterstreichen.

00:19:58: aber so in etwa einen Umfeld was ist dass das Kind selber verändern kann.

00:20:05: also zum Beispiel was wir machen in der Entwicklungsbegleitung in der Gerald In der Uckertürier, ja bei Berner-Uckertürie haben wir ganz viel diese Schaumstoffbau-Klötze.

00:20:25: Schaumpfstoff große Schaupfstoffbausteine in verschiedenen Art und Weisen.

00:20:29: Und daraus kann man eben wirklich alles machen.

00:20:32: wenn es dem Kind gerade danach ist dass es mit Begeisterung jetzt eine Ruheposition schlafen oder sowas möchtest dann machte sich aus den Baustoffsteinen ein Bett.

00:20:44: dann in anderen Sachen, wenn es lieber aktiv werden möchte.

00:20:48: Dann baut das was damit oder und was ist da mitbaut?

00:20:52: Das kann sich aussuchen.

00:20:53: also solche Materialien.

00:20:57: Was für Materialien auch noch ganz viel Sinn macht für Kinder sind Tücher und Decken und so etwas alles denn damit kann es etwas grundlegendes bei sich schaffen eine Umhüllung.

00:21:14: Da haben wir dieses Thema wieder.

00:21:17: Dann haben wir ganz viel Seile, mit denen ich alles Mögliche machen kann und mit dem ich Verbindungen herstellen kann, zwei Leute jeweils an einem Seilende

00:21:28: usw.,

00:21:31: dann weiches Material, Kissen, Decken etc.

00:21:34: wo es sich hineinfallen lassen kann aber eben auch Material mit den es quasi seine Kraft ausprobieren kann.

00:21:43: wenn Das ist, das ist im Materialsinn.

00:21:47: Gut und dann gucke ich was begeistert ein Kind wenn ich ihm solche Materialien anbiete?

00:21:53: Was macht das Kind damit?

00:21:54: Und dann kann ich da weitergehen.

00:22:00: Okay.

00:22:01: Ich kann mir das so richtig schön vorstellen.

00:22:03: So einen Raum wo Kinder ihre eigene Begeisterung Fähigkeit finden können und gestalten können.

00:22:15: Das ist ein schönes Bild.

00:22:20: Wenn wir jetzt unsere Zuhörerinnen in den Fokus nehmen, gibt es irgendetwas wo du sagst... Also das möchtest du gerne unseren Zuhörerinnen mit auf den Weg geben.

00:22:34: im Bezug auf die Inspiration-Begeisterung durch Andre Stern?

00:22:40: Ja zunächst mal einen Satz von Andre Stern!

00:22:44: Und zwar hat er mal gesagt, Spielen heißt nicht mit dem Lernen aufzuhören sondern Spielen heisst mit Leidenschaft und Begeisterung zu lernen.

00:22:58: Das finde ich noch mal ganz wichtig.

00:23:00: Wie heißt es so schön, wenn das Kind in die Schule kommt fängt der Ernst des Lebens an und da muss mit dem Spielen aufgehört werden?

00:23:07: Genau das ist eben nicht der Fall sondern ein Leben lang im Grunde genommen spielen und spielerisch sich das Ganze neugierig zu erarbeiten.

00:23:17: Und das ist so ein ganz wichtiger Punkt.

00:23:21: Ich habe in Kindergärten sehr häufig gehört, dass wenn es gut läuft in den Kindergärtnern das dann von Eltern gesagt wird.

00:23:30: Ja aber die spielen doch nur!

00:23:31: Die müssen doch jetzt irgendwann mal lernen.

00:23:34: Genau diese Sätze sind dann finde ich prägend.

00:23:38: Spielen ist eines der wichtigsten Lernfelder, wenn nicht überhaupt das einzige tatsächliche Lernfeld.

00:23:50: Und das haben wir dann auch ja später mit anderen Autoren, wenn in bestimmten Schulen auch den Jugendlichen noch Spielfelder gegeben werden.

00:24:04: Die sind dann übrigens häufig mit dem Programmieren von irgendwelchen... technischen Dingen und dann können sie aber auch da ausprobieren und können spielen.

00:24:16: Und dann vielleicht noch eine Sache, das Spiel ist bei uns in der Kunst noch ein wichtiger Spielraum und da haben wir auch wieder eine Beziehung zu Andre Stern nämlich zu seinem Vater und damit wie Andre Stern auch aufgewachsen ist Der Arno Stern.

00:24:35: der Vater hat nämlich einen sogenannten Malort geschaffen für Menschen Und das kann man auch an Büchern, in Bücheren kann man das gut nachlesen.

00:24:45: Und dieser Malort also dass Menschen nicht nur Kinder damit hat er angefangen aber da noch andere Menschen malen können und dürfen und in diese Malen die ganze Begeisterung ausdrücken, dass sie nämlich nicht etwas reproduzieren sondern gestalten kreativ sind etc.

00:25:05: Ich glaube das ist nochmal ein ganz wichtiger Punkt den ich mit André Stern und seinem Vater Arno Stern in Verbindung bringen.

00:25:13: Super!

00:25:15: Danke, Waldraut für diesen interessanten Einblick und lebendigen Einblick in diese Inspirationen-Begeisterung durch Andre Stern und insbesondere diese Ausführungen, dass Begeisterungen am besten im Spiel stattfinden.

00:25:32: Dankeschön!

00:25:33: Gerne Michael!

00:25:47: Sie hörten einen Podcast zum Thema Entwicklungsbegleitung von Waldra Döring im Gespräch mit Michael Wingenfeld.

00:25:57: Weitere Informationen können Sie bekommen über die Website www.entwicklungsbegleitung.de.

00:26:07: Wenn Ihr Lust habt, mit uns Kontakt aufzunehmen würden wir uns sehr freuen.

00:26:11: also jede Form von Fragen hinweisen vielleicht eigene Erfahrungen Ergänzungen.

00:26:18: bitte meldet euch gerne über die E-Mail Adresse auf der Internetseite www.entwicklungsbegleitung.de.

00:26:26: Wir freuen uns auf eure Kontaktaufnahme und Nachricht!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.