Inspirationen - 3.7 Marie-Luise Geiß - Spüren
Shownotes
In diesem Podcast geht es um Marie-Luise Geiß, die Arbeit am Tonfeld und ihre Verbindung zur Entwicklungsbegleitung. Waltraut Doering erzählt im Gespräch mit Michael Wingenfeld von einer mehr als 25-jährigen Zusammenarbeit, in der sich beide immer wieder gegenseitig inspiriert haben. Bei der Arbeit am Tonfeld begegnet der Mensch einem formbaren Material (Tonerde in einem Kasten) und hinterlässt darin mit seinen Händen eigene Spuren. Dabei wird sichtbar und spürbar, wie er Kontakt aufnimmt, wie er sich bewegt und wie er seinem Gegenüber begegnet. Besonders die von Marie-Luise Geiß beschriebenen Basissinne für Kontakt, Balance sowie Stabilität und Struktur stellen eine enge Verbindung zur Entwicklungsbegleitung her. Eine besondere Bedeutung hat die Erkenntnis, dass die Hände häufig schon handeln, bevor der Mensch bewusst weiß oder in Worte fassen kann, was er tut. Der Körper zeigt damit etwas, bevor das Denken es erfasst. Auch in der Entwicklungsbegleitung kann deshalb die genaue Beobachtung von Bewegung und Körper wichtige Hinweise geben. Im Mittelpunkt steht nicht das Herstellen eines Ergebnisses. Entscheidend ist der Prozess: spüren, Kontakt aufnehmen, sich einlassen und wahrnehmen, was im eigenen Tun entsteht.
. . . .
Weitere Informationen:
http://www.EntwicklungsBegleitung.de
http://EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de
http://Instagram.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de
Den PodCast können Sie hören bei:
http://Podigee.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de
http://Spotify.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de
http://ApplePodCast.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de
http://Deezer.EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de .
Eure Fragen und Themenvorschläge:
nehmen wir gerne entgegen. Gerne lassen wir euch auch in unserem PodCast zu Wort kommen. Bitte meldet euch bei: Waltraut.Doering@EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de .
EntwicklungsBegleitung Kurz und Gut
Ein PodCast von Waltraut Doering im Gespräch mit Michael Wingenfeld
Transkript anzeigen
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Entwicklungsbegleitung, Kurz-und Gut.
00:00:21: Dies ist ein Podcast für alle die mit Kindern zu tun haben und ihre Kompetenzen im Umgang mit Kindern erweitern wollen – beruflich oder privat!
00:00:33: Ein Podcast von und mit Waldhaut Döring in Gespräch mit Michael Wingenfeld.
00:00:50: Heute sind wir wieder in einem Podcast über Inspirationen zur Entwicklungsbegleitung.
00:00:57: Und ich freue mich schon darauf, etwas über Marie-Louise Geis zu erfahren und ihre Arbeit mit dem Tonfeld.
00:01:05: was das denn für eine ja wie man das einsetzt für die Entwicklungsbedeutung?
00:01:11: Ja hallo Michael!
00:01:16: Und ich, wir haben uns im Grunde genommen gegenseitig inspiriert und insofern ist diese Folge ein bisschen anders als die bisherigen.
00:01:26: Weil mit Marie-Louise Geis gibt es seit mehr als viermal zwanzig Jahren eine Zusammenarbeit und eine gegenseITige Inspiration.
00:01:40: Diese Arbeit am Ton fehlt Ist ja nicht von Marie-Louise Geis entwickelt worden, sondern von Heinz Däuser.
00:01:48: Und über die Vermittlungsperson von Dorothea Brockmann hat Marie-Louise Geiss sie in diese Arbeit eingestiegen war ursprünglich Schülerin und hat dann aber im Laufe der letzten Jahre noch es für meine Empfinden sehr stark weiterentwickelt.
00:02:09: Und diese Weiterentwicklung, das war eigentlich diese eigentliche Inspiration die dann hin und her geflossen ist zwischen uns beiden.
00:02:20: Aber vielleicht sollten wir erst mal klären was ist denn überhaupt dieser Arbeit am Tonfeld?
00:02:26: Dieser Arbeit am Tonenfeld?
00:02:28: Das ist also als Setting ein Tonkasten Ein Holzkasten der so circa vierzig Mal fünfzig Zentimeter groß ist zwei Zentimeter hoch und der ist mit Tonerde oder Lämerde gefüllt.
00:02:44: Und der Mensch, der mit dieser Tonfeld umgeht, der sitzt an einem Tisch hat davor diesen Kasten mit der Lämeerde- oder Tonerden gefüllt und daneben steht eine Schüssel mit Wasser die er benutzen kann, die so vermittler ist zwischen dem Menschen Tonfeld, dass man Wasser dazu tun kann, um eine Beziehung zu schaffen.
00:03:13: Und was dabei passiert und was dabei vor sich geht und wie das ganze gedacht ist?
00:03:20: Ich glaube, das können uns die Marie-Louise Geis am besten selber erzählen.
00:03:27: Und ich habe ein kleines Interview mit ihr gemacht, was denn die Arbeit am Tonfeld eigentlich ist!
00:03:35: Hallo, Marie Louise!
00:03:37: Wir
00:03:38: haben uns heute getroffen, um mal ein bisschen über die Arbeit am Tonfeld zu sprechen und die Inspirationen, die von der Arbeit am Tunfeld ausgegangen sind und sich quasi mit der Entwicklungsbegleitung verbunden haben.
00:03:53: Kannst du mir und vor allen Dingen unseren Zuhörerinnen und Zuhören mal kurz erklären was denn die Arbeit im Tonfeld eigentlich ist?
00:04:05: Nicht ganz so einfach, ob ich probiere es.
00:04:07: Also die Arbeit am Tonfeld beschäftigt sich immer mit dem das etwas anders ist als ich.
00:04:14: Dazu haben wir einen Kasten der mit Lehmärde gefüllt ist.
00:04:19: Die nahezu quadratische Form ermöglicht es ohne große Vorstellungsgedanken, ohne große Gedanken ach das erinnert mich an irgendetwas fremden Objekt erst mal umzugehen.
00:04:37: Und das tue ich auf meine ganz bestimmte Art und Weise, wie ich mein Leben erlebt habe, wie die geworden bin, die ich bin, werde ich meine Hände dazu nutzen, um das vor mir liegende zu erfahren.
00:04:53: Die Besonderheit bei der Arbeit am Tonfeld ist an dieser Stelle dass wir nicht nur ein festes Objekt vor uns haben sondern auch ein Objekt, die Lehm Erde.
00:05:04: Die ist mir ermöglicht, dass ich meine eigenen Spuren, meine eigene Art und Weise wie ich der Welt begegne.
00:05:11: Wie ich versuche die Welt zu verstehen, das ich mir sozusagen selbst entgegenkomme indem ich meine Spuren wahrnehme, meine Sporen aufnehme und in dem mir dieses weiche Material zur Verfügung steht kann ich mich selbst auch fragen will ich das so?
00:05:29: Oder gäbe es vielleicht auch andere Möglichkeiten in Beziehung zu kommen, einen Dialog herzustellen.
00:05:36: In ein Gespräch mit diesem Tonfeld zu kommen.
00:05:42: Das wäre für mich der allerwichtigste Grund.
00:05:50: Ja, Marie-Louise!
00:05:51: Ganz herzlichen Dank dafür und ich hoffe dass die Zuhörerinnen und Zuhöre jetzt eine Idee haben.
00:06:00: Natürlich noch keine genaue Vorstellung, aber eine Idee worum es geht.
00:06:05: Vielen Dank!
00:06:11: Ja weil Gott das ist ja spannend wie die das macht.
00:06:15: Wie setzt du das jetzt um?
00:06:16: Also es hat dich inspiriert auch irgendwie zu nutzen.
00:06:21: Wie machst Du das jetzt?
00:06:22: also wann machst du das, wie machst du es?
00:06:24: Ist ja nicht so einfach immer sondern den Ton herbeizubringen mit dem Wasser Wann nutzt er es und wie?
00:06:33: Ich nutze es sehr unterschiedlich.
00:06:36: zum einen, da ich selber die Ausbildung gemacht habe.
00:06:41: Arbeit am Tonfeld setzt sich es natürlich ganz genauso auch ein, wie die Arbeit im Tonfeld eingesetzt wird.
00:06:49: Das mache ich und das heißt Ich arbeite auf die gleiche Weise.
00:06:54: damit ist das erst mal noch gar keine Verbindung zur Entwicklungsbegleitung Sondern ich arbeite mache dann Arbeit am Tonenfeld.
00:07:02: aber dass kann ja nicht jeder machen weil es von Felt nicht hat oder auch Lehm Erde Nicht Hat.
00:07:10: Ich fühle, wichtiger finde ich eigentlich wie es mich in der Entwicklungsbegleitung immer wieder beeinflusst hat.
00:07:18: Und da ist es nicht in erster Linie das Setting dass sich den Kasten und die Tonerde darin haben muss sondern Es sind die Gedanken die damit im Zusammenhang stehen und Marie Luisa hat gesagt Dass ich quasi wenn ich auf dem Ton zu gehe quasi das in einer Weise mache, wie ich selber bin.
00:07:41: Und dass daran ja zu beobachten ist und die Begleitungspersonen der Arbeit am Tonfeld das eben auch beobachtet.
00:07:51: Vielleicht ist noch ganz wichtig, dass der erste Kontakt zwischen Marie-Louise und mir darüber ging, dass ich in einer Tonfeldausbildung einen Vortrag gehalten hatte über Sensomotorik und da über die Aufrichtung eines Kindes, und zwar vom Liegen zum Stehen.
00:08:15: Und da wir ja in der Entwicklungsbegleitung insgesamt sehr viel mit der Bewegung oder auch eben mit dem Körper arbeiten und den betrachten weil er uns soviel zeigen kann, der Körper im Eines Kindes oder unseres Gegenübers ist natürlich dieser Aufrichtungsprozess den jeder Mensch mal vollzogen hat und damit auch alle Erfahrungen, die er mit seinen Bewegung macht in sich hat ist natürlich in uns.
00:08:42: Und in der Entwegnungsbegleitung beobachten wir ja ganz viel was Kinder tun wie sie sich bewegen usw.
00:08:49: und so fort.
00:08:50: Der Naokulturier mit dem Thema Sensomotorik kommt alles vor Arbeit am Tonfeld haben wir das Ganze jetzt quasi projiziert auf die Hände.
00:09:04: Das heißt über die Händen, die sich mit dem Ton beschäftigen zeigt der Mensch alle Prozesse der Aufrichtung des eigenen Umgehens mit dem Körper.
00:09:15: nochmal und da gibt es eben sehr gute Zusammenhänge dass wir Zum Teil natürlich auch die Ende beobachten können, aber dass ich in der Beobachtung für... Also wenn ich Kinderbeobachter in Entwicklungsbegleitung mir die Gedanken aus dem Ton fällt quasi dann wieder resennt sind.
00:09:37: Und da gibt es... Es gibt ja die normalen Basissinne und die Basissinn unserer Wahrnehmung sind halt das Fühlen des Tasten Sie so genannte Oberflächen oder Hautwahrnehmung, Taktile-Wahrnehnung.
00:09:53: Dann die Tiefen-Wahnehmungen.
00:09:55: das heißt dass wie wir unsere Muskeln sehen, Gelenke etc.
00:09:59: spüren und das Dritte als Basis sind wie wir unser Gleichgewichtsspüren Und die Arbeit am Tonfeld und das ist besonders Marie Luise Geis und Dorothea Brockmann zu verdanken haben, die Basissinne noch etwas anders benannt.
00:10:16: Und zwar diese Haut-und die Tiefenwahrnehmung – das was wir ja Hülle nennen in der Erweckungsbegleitung – nennt sie oder nennt Marie Louise Geis den Sinn also dem Basissinn für Kontakt!
00:10:32: Und hier haben wir diesen Kontakt und es ist eben auch der Kontakt der Hände mit dem Ton.
00:10:38: Und dann kriege ich wieder mit, wie gehe ich damit um?
00:10:41: Was mache ich da mit?
00:10:42: und so weiter.
00:10:43: Das passt zu unserem tonisch-emotionalen Dialog.
00:10:47: ganz schön also umgehen tonisch bewegungsmäßig fühltastmäßig und die Verbindung zu dem gefühl eben tonisch emotional.
00:10:58: Da haben wir sehr enge Kontakte und habe ich dadurch nochmal Wie geht ein Kind seiner Hautwahrnehmung, mit seiner Tiefenwahlnehmungen um Kontakt zu schaffen oder eben Kontakt abzulehnen.
00:11:11: Da sehe ich sehr viel nicht nur über die Hände sondern dann auch über den ganzen Körper.
00:11:17: Der zweite Sinn, den es Tonfeld hat ist der Sinn für Balance.
00:11:22: Da haben wir das Gleichgewichtssinn, den wir ja auch sehr wichtig finden und das Wort Balance kommt in der Entwicklungsbegleitung dauernd vor.
00:11:30: Und da haben sie diesen Übergang Bei uns sind Spielen der Rückversicherung, die wir immer hatten und das ist die Entdeckung.
00:11:40: Es ist etwas, was anders ist als ich also Ich und nicht ich.
00:11:45: Und das kann man eben in der Arbeit mit dem Ton sehen.
00:11:49: aber auch wenn Kinder mit Ton nicht umgehen sondern mit Gegenständen umgehen haben wir das gleiche.
00:11:54: Das heißt ich habe noch ein weiteres Beobachtungskriterium und der dritte Basis Sinn ist der Sinn für Stabilität und Struktur.
00:12:04: Jetzt haben wir dieses Ich erleben und ich und anderen mein Gegenüber.
00:12:11: Und in der Balance mit meinem Gegenüber auch diese Balance von Stabilität und Instabilität.
00:12:17: Das heißt, wir haben ganz viel Parallel von dem was die Arbeit am Tonfeld hat und was die Hände tun.
00:12:27: Und jetzt kommt das für mich ganz entscheidende weil Also Marie-Louise Geis und Dorothea Brockmann haben eben sehr, sehr viel beobachtet.
00:12:37: Und haben unter anderem festgestellt in ihren Ausbildungsgruppen das Folgendes gemacht wird diese Ausbildungsteilnehmerinnen und Teilnehmer sitzen an dem Tonfeld arbeiten damit schließen dabei die Augen und beschreiben was sie machen und das Ganze wird aufgenommen.
00:12:59: Und wenn Sie beschreiben, jetzt stecke ich den Finger in den Ton oder ich lege meine Hände auf den Ton.
00:13:06: Oder ich nehme mir etwas heraus aus dem Ton und werden Sie das beschreiben?
00:13:10: In der Aufzeichnung zeigt sich dass sie es bereits getan haben bevor sie es beschreiben.
00:13:18: Das heißt, dass der Körper die Bewegung der Hände viel schneller sind als das was sie dann kognitiv verarbeiten, wenn Sie dann und beschreiben können entsprechend.
00:13:32: Wenn Sie dann sagen ich mache das und dass haben die Hände das schon gemacht und auf den Video Aufnahmen sieht man das wunderbar, dass die Händen schneller sind als das Denken und natürlich auch erst das Beschreiben des Menschen Und das mit zu übertragen quasi auf die ganzen Bewegungen des Kindes Da sehen wir das, was bei uns die Selbstorganisation zeigt.
00:14:03: Dass sich das Gehirn und die Tätigkeit selbst organisiert, bevor ich weiß, was ich eigentlich tue.
00:14:11: Das können wir wunderbar verbinden auch in der Beobachtung der Kinder nicht nur in den Händen sondern im ganzen Körper.
00:14:19: D.h.,
00:14:20: der Körper weiss schon, was das Kind machen will bevor das Kind selbst bewusst weiß, dass es das will.
00:14:30: Das ist ja spannend!
00:14:33: Heißt es, dass der Entwicklungsbegleiterin die Arbeit mit dem Tonfeld hilft gewissermaßen dieses Vorauseilen des Körpers auch bei sich selber festzustellen?
00:14:51: Bei uns selber können wir nicht feststellen, weil wenn wir es selber feststellen sind wie ja schon in unserem Bewusstsein.
00:14:58: Aber da das Bewusstseid quasi dem Körper folgt stellen wir es erst fest, wenn schon passiert ist.
00:15:04: und das heißt für uns selber ist da ganz wichtig zu spüren mal umgekehrt nicht zu denken was will ich sondern mir zeigen zu lassen was meint mein körper denn?
00:15:19: Was ich will und sich dem auch nochmal anders zu überlassen.
00:15:24: Das ist für die Selbstentwicklung der Erwachsenen ganz, ganz wichtig.
00:15:27: ja aber eben auch beim Kind.
00:15:32: es ist sehr häufig dass gerade wenn Kinder vier fünf oder älter sind das von den Erwachsenden ganz klar gesagt wird naja die plan doch alles was sie machen Nachbarkind quasi eine runterhauen oder gegen Schienenbein treten, dann haben die das doch gewollt und geplant.
00:15:53: Und das wird jetzt relativer.
00:15:57: Das heißt dass eventuell schon etliches passiert ist bevor es bewusst geplant wird.
00:16:05: natürlich gibt seine Instanz im Gehirn initiiert, aber nicht bewusst geplant und damit haben wir auch die Bewertung was Kinder machen ein bisschen oder auf etwas Erwachsene machen.
00:16:21: Ein bisschen anders als ja wir es so landläufig haben.
00:16:27: das heißt da passt das wieder sehr gut zur Entwicklungsbegleitung.
00:16:31: also wir ganz vor Anfang machen Ohne Gefühl geht gar nichts.
00:16:35: Das unser limbisches System, unser Gefühlsleben was ja außerhalb des Bewusstseins sich erst mal entwickelt dass das der eigentliche Motor ist und so können wir insgesamt in der Beobachtung eines Menschen quasi noch anders wahrnehmen und dann entsprechend auch anders damit umgehen.
00:16:57: Und dann aber noch eine Sache die glaube ich ganz wichtig finde wenn ich das Gefühl habe Wenn das Kind sich so im Raum bewegt, dass ist mir alles zu viel oder so.
00:17:06: Dann kann ich mal gucken ob ich ein Pint einfach mal einen großen Klumpen knete oder sowas wenn ich keinen Ton zur Verfügung habe.
00:17:16: Knete anbiete ihm den hingebe und sagt hast nicht Lust was damit zu machen?
00:17:20: Und wenn das Kind Lust hat dann kann ich auf die Feinheiten in den Händen quasi in die Beobachtung gehen und so hilft mir das als weiteres Instrument, auch wenn ich direkt nicht die Arbeit am Tonfeld mache.
00:17:35: Das ist jetzt für mich ein ganz wichtiger Punkt wie man praktisch die Arbeit oder die Ideen oder Inspiration des Tonfels wirklich in die Hände der Kinder geben kann im wahrsten Sinne des Wortes.
00:17:49: Sind die
00:17:54: Händen des Kindes?
00:17:55: Ja!
00:17:56: Und das finde ich auch toll.
00:17:57: und da wir haben ja, wenn wir die Entwicklungsbegleitung so machen wie wir sie sehr häufig machen.
00:18:05: Nämlich als Entwicklungs-Begleitungsstunde.
00:18:07: Da haben wir diese Dreiteilung sensormotorischer Ausdruck dann das symbolische Spiel und als drittes die sogenannte Repräsentationsphase.
00:18:16: Und im Grunde ist diese Repräzentationsphase die Arbeit am Ton fällt, wenn man so will denn da können die Kinder ja entweder malen oder mit kleinen Bausteinen bauen, oder mit Ton- oder Knete arbeiten.
00:18:30: Das heißt ich kann mal quasi nur eine sogenannte Repräsentationsphase machen und kann dann den ganzen Ablauf von Sensomotorik und symbolisches Spiel in der Arbeit am Ton oder mit der Knetel sehen.
00:18:48: Da passt das Ganze auch wieder zusammen.
00:18:52: Sag mal, wenn du so an Marie-Louise Geis denkst und ihr Ton fällt.
00:18:58: Und du hättest ein Feld mit Ton vor dir!
00:19:04: Was glaubst du?
00:19:05: Was wird daraus kommen?
00:19:06: Wie ist für dich Marie-Louise Geiss als modelliertes Objekt?
00:19:16: Gar nicht als modellertes Objekt weil das entsteht irgendwann hinterher.
00:19:22: Für mich wäre Marie-Louise Geis und die Arbeit am Tonfeld, in dem ich meine Hände auf den Ton lege.
00:19:30: Und nur fühle erst einmal!
00:19:33: Wir haben ja auch mit Marie-Louise das Wort Fühlen oder Spüren verbunden.
00:19:40: Das ist das was das Ganze ausmacht und was Marie-Luise auch aufmacht.
00:19:44: Sie spürt und fühlt unglaublich viel, bevor sie es in Gedanken oder Beobachtungen umsetzt.
00:19:51: Und für mich ist Marie-Louisa Geis dieses meine Hände auf den Ton legen, Kontakt zum Ton aufzunehmen über mein Fühlen und meinen Spüren und dann vielleicht ganz langsam irgendwo zu sehen was machen meine Finger damit ohne dass vorher etwas schon rausgekommen ist?
00:20:13: Es ist eigentlich dieser Prozess des Herangehens.
00:20:18: Und das ist für mich Marie-Louise in der Darstellung.
00:20:23: Super, dann bedanke ich mich für dieses spannende Gespräch.
00:20:31: Ich habe nämlich selber auch gerne geknetet und irgendwie hat mich daran erinnert dass es für mich immer ein ganz wichtiges Erlebnis war erläutert das, wie man jetzt in der Entwicklungsbegleitung dieses ganze Thronfeld als Inspirationsquelle nutzen kann.
00:20:51: Danke dafür Walter!
00:20:54: Ich glaube ich möchte gerne noch ein paar Gedanken mitgeben und zwar an die Teilnehmerinnen.
00:21:00: wir haben an der Arbeit am Tonfeld das sogenannte erste Phase.
00:21:05: wenn Menschen sich dem Tonfeld näher das Grundlegende erleben Allerwichtigste Zugang für einen Menschen, wie geht er auf die Welt oder auf das Tonfeld?
00:21:19: Oder auf den Tonklumpen oder irgendwas zu.
00:21:23: Wie findet dieser Mensch eine Verbindung?
00:21:26: und dass ist viel wichtiger als das was wir landläufig mit der Arbeit am Ton verbinden.
00:21:33: Das nennen wir immer die kleine Warenproduktion.
00:21:37: Das heißt, wenn Menschen sagen oh da ist Ton.
00:21:40: Da kann ich ein Teller oder eine Tasse oder sowas davon machen genau darum geht es nicht.
00:21:45: Genau es geht um das Erleben mit dem Ton.
00:21:48: und bei vielen Kindern Wenn ich denen auch zum Beispiel Knete gebe die haben aber das Gefühl sie müssten gleich etwas daraus herstellen.
00:21:56: Und da brauche ich manchmal in der Begleitung eine ganze Menge eigene Geduld Um den Kind die Möglichkeit zu geben Das, was nämlich vor der Herstellung von Materialien aus dem Ton stattfindet.
00:22:14: Nämlich der Kontakt die Beziehung dass das Kind das auch selber spürt und nicht überspringt.
00:22:20: Das finde ich nochmal ganz wichtig.
00:22:24: Danke für diese Ergänzung!
00:22:26: Gerne Sie hörten einen Podcast zum Thema Entwicklungsbegleitung von Waldro Döring im Gespräch mit Michael Wingenfeld.
00:22:49: Weitere Informationen können Sie bekommen über die Website www.entwicklungsbegleitung.de
00:22:59: Und wenn ihr Lust habt, mit uns Kontakt aufzunehmen würden wir uns sehr freuen.
00:23:04: also jede Form von Fragen hinweisen vielleicht eigene Erfahrungen Ergänzungen.
00:23:10: bitte meldet euch gerne über die E-Mailadresse auf der Internetseite www.entwicklungsbegleitung.de.
00:23:19: Wir freuen uns auf eure Kontaktaufnahme und Nachricht!
Neuer Kommentar