Inspirationen - 3.9 Rückblick
Shownotes
In diesem Podcast blickt Waltraut Doering im Gespräch mit Michael Wingenfeld auf die Reihe „Inspirationen für die Entwicklungsbegleitung“ zurück. Dabei geht es um die Frage, unter welchen Bedingungen Inspiration überhaupt entstehen kann und wie sie die Entwicklungsbegleitung bis heute beeinflusst.
Im Mittelpunkt stehen Offenheit, Gelassenheit und die Bereitschaft, sich von etwas berühren zu lassen, ohne bereits ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Waltraut Doering erzählt anhand persönlicher Erlebnisse, wie gerade in der Natur neue Gedanken und Sichtweisen entstehen können.
Diese Haltung prägt auch die Begegnung mit Kindern. Statt gezielt nach bestimmten Verhaltensweisen oder Problemen zu suchen, geht es darum, unvoreingenommen wahrzunehmen, was das Kind zeigt. Dabei spielen Intuition, körperliches Spüren und emotionale Resonanz eine wichtige Rolle.
So wird deutlich, dass Inspiration kein abgeschlossener Prozess ist. Die Entwicklungsbegleitung hat sich nicht nur durch die Gedanken verschiedener Menschen weiterentwickelt, sondern vor allem auch durch die Kinder selbst, die Waltraut Doering auf ihrem eigenen Entwicklungsweg immer wieder begleitet und inspiriert haben.
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Eure Fragen und Themenvorschläge:
nehmen wir gerne entgegen. Gerne lassen wir euch auch in unserem PodCast zu Wort kommen. Bitte meldet euch bei: Waltraut.Doering@EntwicklungsBegleitung-kurz-und-gut.de .
EntwicklungsBegleitung Kurz und Gut
Ein PodCast von Waltraut Doering im Gespräch mit Michael Wingenfeld
Transkript anzeigen
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast Entwicklungsbegleitung, Kurz & Gut.
00:00:21: Dies ist ein Podcast für alle die mit Kindern zu tun haben und ihre Kompetenzen im Umgang mit Kindern erweitern wollen – beruflich oder privat!
00:00:33: Ein Podcast von und mit Waldhaut Döring im Gespräch mit Michael Wingenfeld.
00:00:51: Wir hatten in den letzten Wochen eine ganze Reihe Podcast zum Thema Inspiration, also insbesondere was hat dich inspiriert?
00:01:02: und wir haben ja dem Podcast auch aufgenommen um anderen Personen die das interessiert auch aufzuzeigen dass es da Inspirationsquellen gibt.
00:01:13: Und die vielleicht auch Lust haben diese Inspirierungsquellen für sich selber zu benutzen.
00:01:21: Mit dir spreche, dann sehe ich so vor mir eine Schnur im Sinne von Aufstellung.
00:01:27: So gewissermaßen von der ersten Inspiration zum Thema Entwicklungsbegleitung bis heute.
00:01:36: Wir haben ja einige dieser Stationen aufgezeigt.
00:01:44: aber mich als erstes interessieren würde Was sind so im Moment der Inspiration die Bedingungen, damit überhaupt eine Inspiration stattfinden kann?
00:01:55: Und da möchte ich dich bitten, größermaßen uns zunächst mal kurz nochmal mitzuteilen.
00:02:02: Was ist deine erste Inspiration gewesen und was waren die Rahmenbedingungen, dass du es als inspirierend empfunden hast?
00:02:14: Ja hallo Michael!
00:02:16: Mal wieder einer deiner tollen Fragen auf die ich erst mal als erster Antwort sagen kann, weiß sich nicht.
00:02:25: Wenn ich einfach nachdenke, weiß ich es wirklich nicht.
00:02:29: wenn ich versuche zu analysieren oder irgendwas weiß ich nicht keine Ahnung und vielleicht ist genau das auch ja immer schon der Punkt gewesen.
00:02:44: zur Inspiration immer dann wenn ich viel nachgedacht habe dann habe ich wahrscheinlich keine Inspiration gekriegt.
00:02:52: Dann habe ich nur irgendwas in mir zusammengefasst, was mir bewusst ist und ... Und ich glaube das eine Inspiration mit Intuition zusammenhängt.
00:03:04: Das heißt dass ein Wann-und wie ich inspiriert werde?
00:03:09: Ich gar nicht aktiv denkend beeinflussen kann sondern dass sich offen sein muss für etwas was mich erreicht, das bei mir ankommt.
00:03:20: Was mich berührt.
00:03:23: und wenn ich nachdenke und besonders wenn ich genau nach grübeln und analysiere dann bin ich überhaupt nicht offen für das was von außen kommt sondern ich glaube so eine innere Einstellung von Offenheit Gelassenheit, nicht irgendwas zu müssen.
00:03:44: Sondern dieses Nicht-müssen-zumüssen sondern können zu dürfen so dass es gab mal einen Spruch den ich mal hatte das war sowas einfach.
00:03:55: ja was passiert gerade dafür offen zu sein?
00:03:59: und da fällt mir jetzt als erstes währenddich das hier zu beschreiben fährt mir als erstens ein Dass Ich ursprünglich überhaupt nicht mit Kindern arbeiten wollte.
00:04:10: Das ist eigentlich meine Grundlage.
00:04:12: Ich wollte mit Erwachsenen arbeiten und ich wollte auch irgendwann erst mal, vielleicht noch davor die Inspiration zu meinem Psychologie-Studium.
00:04:27: Ich habe ja vorher zwei Semester Mathe und Kunst studiert weil mich Mathematik interessierte und Kunst auch.
00:04:36: Das war einfach so Interessensgebiete, habe aber gemerkt, Lehrkraft oder so ist nicht mein Ding.
00:04:42: Dann bin ich zwei Semester in die Pädagogik gegangen.
00:04:47: Erwachsenenpädagogic, erwachsenden Schulungen und so weiter... Aber auch das hat mich nicht erreicht!
00:04:55: Und irgendwann hab' ich dann – und das war, ich glaube nur meine Wege – hab' Ich dann angefangen Psychologie zu studieren Und ich glaube wie auch vielen Psychologen nachgesagt wird, die machen das alle nur um sich selber zu heilen.
00:05:11: Ich glaube dass das auch so ein Mitgrund gewesen ist meine eigene Situation zu reflektieren Und während des Psychologiestudiums habe ich dann verschiedene Impulse wiedergekriegt, durch die verschiedenen Seminare.
00:05:29: Vieles habe ich abgearbeitet und aber dann habe ich mich mit Psychanalyse beschäftigt und mit verschiedenen Therapieformen.
00:05:40: Dann gab es eine Begegnung mit dem Schweizer Menschen Heinrich Wertmüller Der mit Kindern arbeitete in der Schweiz also und Wir haben uns in Frankfurt damals mehr oder weniger zufällig getroffen.
00:05:57: Ich weiß gar nicht warum und wieso aber da war plötzlich ein Interesse, was sagt denn der?
00:06:04: Da war plötzlich nicht mehr so der stringente Gedanke da Und das war so der erste glaube ich Impuls dass sie gesagt hat die Arbeit mit Kindern könnte auch ganz spannend sein.
00:06:18: Das klingt aber interessant.
00:06:20: D.h.,
00:06:21: du hattest am Anfang gesagt, offen sein!
00:06:28: Wie macht man es?
00:06:29: Also wie macht man in einem Leben in einer Situation offen zu sein?
00:06:37: Wie geht das also?
00:06:39: Wie schafft man das?
00:06:41: Ich glaube, das kann man gar nicht machen.
00:06:44: Sondern genau wenn ich wieder etwas machen will dann habe Und genau dieser Plan, das Genau wie ich das nachdenken hindert mich daran mitzukriegen.
00:06:57: Was passiert eigentlich um mich herum?
00:06:59: Wer hat das mal gesagt John Lennon Leben ist das passiert während du andere Pläne machst?
00:07:04: Ich glaube bin mir nicht ganz sicher aber genau dass dieses Mal Nichtpläne machen und ich kann mir vorstellen Also zumindest in meinem Leben konnte ich das nie aktiv machen.
00:07:21: Jetzt bin nicht offen, dann bin ich das nicht weil ich ja den Plan habe offen zu sein.
00:07:27: Du meinst also dass das Wort sei spontan funktioniert?
00:07:32: Genau!
00:07:32: Das ist es ganz genau sondern ich glaube dass immer dann wenn ich in einem inneren Zustand war wo ich sagte Ich lasse mal die Überlegungen wohin will ich, sondern ich gucke einfach mal was passiert wohin ich komme.
00:07:56: Das ist im Prinzip wie beim Spazieren.
00:07:59: Ja?
00:07:59: Ich habe kein Ziel wo ich hinlaufen will – ich laufe sehr gerne oder gehe sehr gerne und dann hab' ich keinen ziel wo ich hinhil', sondern ich glaube einfach los!
00:08:12: Mal sehen wohin es mich treibt Und dann bin ich offen für all das, was passiert zum Beispiel erst mal für die Natur.
00:08:21: Was oh ja und da ist ein Vogel und da is dies!
00:08:25: Dann aber auch offen für dass, was aus mir herauskommt an Gedanken plötzlich, die dann auftauchen... wenn ich in diesem Zustand bin bereits.
00:08:42: Dann kann es passieren, dass mir beim Gehen unterwegs ein Mensch mit Hund begegnet und mir plötzlich auffällt auf was ist denn das für ein süßer Hund oder irgend so etwas?
00:08:52: Und dann bleibe ich stehen und gucke da!
00:08:54: Oder es passiert mir auch, dass Menschen von außen mich anlächeln ansprechen oder irgendwas... und dann bin ich dafür einfach bereit.
00:09:06: Und ich glaube, das ist die Geschichte.
00:09:12: Der Ausgangspunkt ist der, dass ich mir jetzt beim Gehen, beim Laufen nicht vornehme irgendwas zu machen sondern es geschehen lasse.
00:09:22: und Ich habe im Laufe meines Lebens natürlich immer wieder auch Situationen gehabt wo ich dann mal ausprobiert hab wie kann ich da hinkommen?
00:09:36: oder mit verschiedenen anderen Übungen.
00:09:42: Und bei mir war es so, bei manchen Menschen klappt das mit den Übungen?
00:09:46: Bei mir nicht!
00:09:47: Bei mir ist immer wieder rausgehen nach draußen, also Natur aber eben auch Menschen und mal sehen was passiert.
00:09:58: Ich glaube hat mich auch dieser Heinrich Wertmüller damals gefunden.
00:10:05: Es findet mich etwas.
00:10:07: Irgendwas passiert in mir und ich glaube, das sind die Punkte gewesen, wenn nicht unbedingt etwas erreichen wollte, sondern gesagt habe, ich warte mal sehen was läuft.
00:10:19: Entspannt war, neugierig war auf der anderen Seite aber nicht nach etwas gesucht habe, sondern geguckt habe gehört habe ja und so haben mich dann auch Gehörtes erreicht.
00:10:33: gesehen ist Und ich habe dann gemerkt, das berührt mich.
00:10:39: Kein Anderen Sinn.
00:10:40: und dann ging es weiter.
00:10:45: Okay.
00:10:47: Ich bin gerade selber überlegen was das jetzt für mich bedeutet.
00:10:50: Bezüglich zukünftig inspirierende Situationen herbeizuführen ist schon spannend aber ich kann ja sehr gut nachvollziehen mit diesen Spazieren gehen ohne dass man gezielt über etwas nachdenkt wobei ich persönlich gerne beim Spazierengehen einen schönen Wechsel habe, nutze, sagen wir so zwischen wirklich in die Ferne schauen.
00:11:20: Also gewissermaßen den Blick soweit zu werfen, dass ich vermeintlich hinter den Horizont schaue ins eine Adläre und auf der anderen Seite indem mich dann im Moment danach in ein unglaubliches Detail schaure irgendein kleines Struktur auf einem Blattentdecke oder eine Struktur in der Maserung, in dem Baum entdecke.
00:11:46: Also dieser Wechsel zwischen makroskopisch und mikroskopische ist für mich ganz interessant weil da passieren dann plötzlich Sachen, komme ich auf Ideen, die ich ohne diesen Wechsel wahrscheinlich nicht gekommen wäre.
00:12:00: Super!
00:12:00: Ja das ist total spannend, weil das war mir gar nicht so sehr bewusst.
00:12:06: Aber genau das passiert bei mir auch.
00:12:09: Und ich erinnere mich an eine Situation, die war auf Lanza Rote.
00:12:16: Da saß ich auf einem Felsen und guckte in die Weite über das Meer rüber Und somit tatsächlich in diese Weite.
00:12:32: und da ist es natürlich tatsächlich so, dass zwischen mir und dem Horizont nur das Wasser war.
00:12:37: Da konnte ich auch hinter den Horizont gucken.
00:12:40: Ich hatte plötzlich so das Gefühl von eben ja wie man so schön sagt all eins!
00:12:47: Ich bin einfach ein Teil des Ganzen.
00:12:51: Und dann fielen anschließend mein Blick auf diesen Felsen, auf dem ich saß Und auf Lanza Rote durch Vulkanausbrüche, entsprechende Lava-Felsen und so weiter.
00:13:05: Da sind unglaubliche Strukturen!
00:13:08: Dann bin ich tatsächlich sowohl mit dem Finger als auch mit meinen Augen diesen Struktur nachgefahren... ...und anschließend als ich dann gesessen habe und zurückgegangen war in meine Unterkunft, hab' ich das Gefühl gehabt Jetzt kann ganz vieles kommen und jetzt kann ganz Vieles... Ich bin so befreigewiesen für alle Eindrücke.
00:13:34: Und ja, dann stelle ich eben fest in solchen Punkten kommen dann Ideen.
00:13:40: Kannst du dich noch erinnern welche Idee der damals gekommen ist auf Lanza Rota?
00:13:45: Ja, damals war es.
00:13:50: Ich habe damals auch, ich war innerhalb eines Seminars auf Land Zerrote, was ich dort gegeben habe.
00:13:58: Und da kam die Idee quasi die Entwicklung eines Menschen wie so ein... Wie nennt sich diese Kugeln in die man reinguckt?
00:14:11: Nicht die Glaskugeln, in denen man vorsieht aber wo von allen Seiten etwas anderes sieht dass man quasi das Leben nicht wie ein Strang sehen kann, sondern wie eine Kugel und je nachdem von wo aus ich reingucke sehe ich einen anderen Aspekt des Lebens.
00:14:30: Und das wiederum habe ich zum Beispiel.
00:14:34: wenn ich heute Kinder angucke dann habe ich das Gefühl, dass sich einfach gucke und nicht jetzt bei den Kindern nach irgendwas suche, sondern sie auch betrachte wie so eine große Glaskugel.
00:14:50: Und dann sehe ich an den Kindern dieses und jenes und etwas... ...und dann seh' ich teilweise auch bei den Kindern... Ich seh das natürlich nicht, sondern mir fällt dann ein!
00:15:01: Wie muss es vorher gewesen sein?
00:15:03: Wie sind die in diese Situation
00:15:05: gekommen?".
00:15:06: Oder wie wird sich diese Situation weiterentwickeln?
00:15:09: Und das ist dann, was ich dann Intuition nenne.
00:15:12: Aber das ist so glaube ich, dass es damals das erste Mal so richtig mehr bewusst geworden.
00:15:17: und da fällt mir ein Podcast einen den wir vor einiger Zeit hatten nach dem Motto Du schaust die Kinder immer vorbehaltlos an.
00:15:26: Das hast du sehr schön beschrieben gewissermaßen von allen Seiten und Ich nehme an dass der dann sogar auffällt warum sich zum Beispiel Eltern oder Betreuerinnen bei dir melden, weil sie vielleicht einen dieser zahllosen Aspekte gar nicht gesehen haben oder sehen konnten und deshalb das Kind als schwierig bezeichnet haben.
00:15:49: Ja auf jeden Fall!
00:15:50: Das ist auf jeden fall so... Ich werde ja immer konfrontiert mit dem was schwierig ist.
00:15:57: natürlich sonst würden Sie mich auch nicht hoffen.
00:16:01: aber Es gelingt mir inzwischen sehr gut, dass ich das registriere.
00:16:08: Aber dann irgendwo in meinem Kopf und meinen Gehirn ablege.
00:16:12: aber wenn ich dem Kind begegne, kann nicht mehr daran denken weil dann ist das Kind so präsent in dem was es gerade aktuell zeigt.
00:16:24: wenn es dann zufälligerweise was so gut wie nie passiert, das zeigen würde, was vorher gesagt worden ist.
00:16:30: Was das Problem ist?
00:16:31: Nein aber ich sehe dann ganz andere Sachen weil ja das Kind hat nicht ein Problem oder so sondern dieses Problem ist ja auch.
00:16:42: und dass es mir irgendwann in einem Gespräch zum Beispiel mal aufgefallen unter anderem mit Heinz von Förster Das Kind hat nicht das Problem oder der Mensch hat nicht.
00:16:55: Sondern wir konstruieren es, dass wir meinen zu sehen, dass es das Problem hat.
00:17:02: Aber das Kind hat vielleicht was ganz anderes und genau diese große Kugel muss einfach nur von anders gucken, Perspektivwechsel ist eins dann, was sich fachlich daraus entwickelt hat.
00:17:16: Dann möchte ich jetzt deine Äußerung aufgreifen Die Vermutung anstellen, dass deine... also wenn du ein Kind beobachtest, ja?
00:17:30: Dass du eigentlich offen bist für Inspirationen die das Kind dir gibt.
00:17:35: Auf jeden Fall!
00:17:37: Ja, das ist genau das und da fällt mir jetzt auch einig wurde öfter mal gefragt, was überliegst du dir wenn du ein Kind anguckst?
00:17:49: Und dann sind wir wieder beim Anfang unseres Gesprächs.
00:17:51: Ich überliege mir inzwischen gar nichts mehr.
00:17:54: als ich angefangen habe diese Arbeit zu machen.
00:17:57: Habe ich natürlich auch immer gemeint, ich müsste einen Plan haben oder müsste sehen auf was ich achten müsste also Diagnostik-Listen oder irgendetwas alles.
00:18:09: aber ich habe eben festgestellt das ist dass es eher verhindert, das ich etwas sehe.
00:18:16: Das stimmt überhaupt nicht!
00:18:21: Ich versetze mich im Grunde genommen bei jeder neuen Aufgabe in eine innere Situation wie beim Spazieren gehen.
00:18:28: Ich gucke was du von gesagt hast aus der Ferne an und im Detail an.
00:18:34: dann sehe ich zum Beispiel, dass es da irgendwo ein Muskel zuckt oder irgend so etwas.
00:18:41: Das hätte ich nie gesehen, wenn ich nach irgendwas gesucht hätte.
00:18:45: Das heißt aber auch dass man im Moment der Deskontakt ist mit dem Kind eben die gesamten bisherigen Inspiration seines eigenen Lebens nicht in Form von Methoden anwendet?
00:19:02: Also ich gucke jetzt mal auf das, ich guck auf das und dann ganz im Gegenteil, man guckt auf nichts und guckt was einem reinkommt.
00:19:12: Ich sage jetzt mal grob, die ganze Inspiration, die man im Leben hatte ist nur dann was wert wenn man sich weiter inspirieren lässt.
00:19:24: Ja natürlich und dass ich auch auf der Basis meine bisherigen Inspiration oder auch Basis von Wissen.
00:19:32: okay Das ist für mich das Wissen nicht, sondern es ist eher so was aus dem Wissen sich entwickeln kann.
00:19:41: Aber das nochmal am Rande.
00:19:43: Wir fehlten noch eine ganz andere Situation ein wo genau ich eigentlich in einer Situation war wie beim Kind beobachten und zwar wieder aus der Natur.
00:19:53: Ich war mal auf Island Und auf Island gibt es ja so Felder, die so ein bisschen morastisch morig aussehen und da kommen von unten Gase hoch.
00:20:04: Da kommen immer ab und zu kleine Blasen in der Erde und dann ploppen sie auf weil da wieder irgendwas aufgestiegen ist.
00:20:14: Das fand ich eines der spannendsten Sachen auf Island dass ich da gesessen habe und einfach nur auf dieses Feld geguckt.
00:20:24: Ich wusste, es wird irgendwas passieren.
00:20:27: Aber was wann?
00:20:28: Wo?
00:20:29: Keine Ahnung!
00:20:30: Und dann plötzlich ploppte ist da oder dann gab's da eine Blase die eben wieder zurück ging und nicht aufplopptte und dieses da sitzen und alles und nichts beobachten gleichzeitig.
00:20:44: das ist so und dieses Beispiel dieser aufploppenden Blasen Das ist auch für mich immer das Beispiel gewesen Im Rahmen der Erklärung einer Theorie oder eines Wissens in meinen Fortbildungen, es gibt ja die Erkenntnis dass in jedem Menschen ungefähr in jeder Sekunde im Gehirn vierhundert Milliarden bits ablaufen.
00:21:14: Und jede, jedes Bit ist ja im Prinzip so etwas wie eine kleinste Entscheidung.
00:21:19: Im Gehirn nicht Leite darum, leite darum oder leite gar nicht oder irgend sowas.
00:21:25: und diese vierhundert Milliarden Bits die sind in jeder Sekunde in unseren Gehirnen aktiv aber können natürlich nicht ins Bewusstsein kommen weil wir damit komplett überfordert werden.
00:21:36: sie finden aber trotzdem statt.
00:21:38: Aber in unser Bewusstseinkommen davon wie die Fachleute sagen, nur maximal zweitausend bits.
00:21:45: Das heißt wir haben eine ungeheure Aktivität im Gehirn und der wird überhaupt nichts wissen!
00:21:53: Und genau diese Aktivitäten im Gehör macht es eben aus dass wir das alles können was wir können.
00:22:01: irgendjemand hat mal gesagt wenn unser Gehirns so einfach konstruiert wäre dass wir es überblicken könnten, während wir so dämlich das gar nichts mehr könnten.
00:22:11: Und genau dieses was da im Untergrund oder im Hintergrund oder ich weiß nicht wie man das nennen soll also außerhalb des Bewusstseins alles passiert davon kommen eben immer wieder Teile nämlich Maxi mal zwei tausend bits ins bewusstsein.
00:22:32: und Das ist für mich dieses dieses Bild gewesen, dieses Riesenfeld für Island und plötzlich ploppt was auf.
00:22:41: Ploppt etwas rein.
00:22:43: Ah das ist aber jetzt interessant!
00:22:45: Da wird mir irgendwas... kommt mir irgendetwas und zwar also man muss offen sein, dort war es hochploppt.
00:22:53: Was hochploppt wird man sehen?
00:22:55: Aber damit man außerdem was hochgeplopt ist, irgendetwa machen kann braucht man dann schon eine Theorie oder sonst wäre es ja nur ein Blob, der nur ein Block ist.
00:23:05: Sondern der Blob ist ja irgendwas, da du plötzlich sagst, oh guck mal!
00:23:08: Der Blob hat irgendeine Bedeutung.
00:23:11: Welche dort doch immer sein?
00:23:12: Tendenziell im Kontext der Entwicklungsbegleitung würde der BloB einen Hinweis was eventuell ein Hindernis in der Entwicklung ist oder ein BloB wären Hinweise was eventuel getan werden könnte damit das Kind den nächsten Entwicklungsschritt tun könnte.
00:23:32: auf jeden Fall und diese Einordnung passiert eben in unserem Bewusstsein dann.
00:23:37: Dann muss ich es im Bewusstseins damit verbinden, ja?
00:23:42: Und dazu muss sich das aber erst mal mitkriegen dass es gerade reingeploppt ist.
00:23:48: Ja genau!
00:23:50: Das ist auch etwas anderes was ich sage.
00:23:52: wenn die Leute sagen ja kriege irgendeine Information wie gehe ich damit um?
00:24:00: Achte doch erst mal darauf, wie diese Information auf dich wirkt.
00:24:06: Was macht dein eigenes Gehirn mit dieser Information bevor es ins Bewusstsein kommt?
00:24:12: Und da hatten wir ja auch schon in den Podcasts drin das Bevor etwas ins Bewustsein kommt, das kann nur an der Hirnrinde passieren läuft Alles erst mal durch das limbische System und ein paar andere Bereiche, aber das limbische System packt sein Gefühl dazu.
00:24:31: Dieser Ausspruch von Gerald Hüter.
00:24:33: ohne Gefühl geht gar nichts!
00:24:36: Und ganz häufig ist es so dass wir meinen die Information nur wahrzunehmen, aber wir ausblenden was für ein Gefühl dazu quasi geladen worden ist im Gehirn für meine Leute, ein Spruch.
00:24:56: Moment mal!
00:24:58: Also wenn irgendwas bei mir ankommt... Moment Mal!
00:25:02: Was ist da?
00:25:04: Und dann haben wir wieder das was wir in unserem letzten Podcast zur Aufstellung hatten die sogenannte tonisch-emotionale Resonanz.
00:25:14: Das heißt was macht mein Körper?
00:25:16: Sagt mein Körper dazu Tonisch und was sagt mein Gefühlsleben dazu?
00:25:24: Wenn ich das alles wahrgenommen habe, dann kann ich anfangen das Hochgeploppte zusammen zu packen mit irgendwelchen Theorien und irgendwelche Wissen.
00:25:33: Und kann es dann einordnen?
00:25:35: Genau das muss ich aber nicht ununterbrochen machen sondern durch dieses einfach hinschauen da sein offen sein wie wir gesagt haben macht die Entscheidung um was ich mich kümmern muss und um etwas nicht, also wo Moment mal angesagt ist.
00:25:56: Ja das machen quasi diese vierhundert Milliarden Bits aus meinem meinen Hirnbereichen die muss sich nur rein ploppen lassen.
00:26:04: Das heißt ich kriege manchmal sehwas an dem Kind und gehe innerlich sofort weiter ohne dass ich darüber nachdenke.
00:26:12: dann sehe ich was bei einem kind und bleib hängen!
00:26:15: Und diese ja dieser Auswahl die treffe ich nicht durch denkende aktive Entscheidungen, sondern diese Auswahl.
00:26:25: um was kümmere ich mich von dem?
00:26:27: Auf wem?
00:26:28: was verfolge ich.
00:26:31: Das macht quasi dieser Teil meines Gehirns für mich.
00:26:36: auf den muss ich mich nur verlassen.
00:26:37: dann muss ich drauf achten.
00:26:39: Super!
00:26:41: Jetzt habe ich irgendwie den Eindruck ich wollte dich eigentlich nach
00:26:48: Rahmenbedingungen
00:26:49: für Inspirationfragen und jetzt sind vereinigt darauf gekommen, dass die eigentliche Inspiration jede der Begegnung mit dem Kind ist.
00:27:00: Ja auf jeden Fall!
00:27:02: Auf jeden Fall ich würde es ein bisschen noch erweitern.
00:27:05: also das ist jetzt für mich in der aktiven Arbeit natürlich aber die jede Begegnung mit dem was einen Mensch von sich gegeben hat, entweder wenn ich mein Buch gelesen habe oder ein Film gesehen habe.
00:27:21: Oder einen Menschen im Gespräch begegnet.
00:27:24: Diese Inspirationen sind, wenn ich quasi in mir einen Zustand geschaffen habe den ich am besten durch die Natur schaffe, sind dann aber durch Menschen gekommen immer wieder das irgendjemand was gesagt hat und dann bei mir hochgeploppt ist oh!
00:27:41: Das ist was.
00:27:42: Manchmal hab' ich es auch erst viel später gemerkt dass das was war Und dann habe ich den ich dem nachgegangen.
00:27:53: und jetzt die laufenden Sachen sind also auf jeden Fall durch die Kinder immer wieder weiter inspiriert worden.
00:28:04: Das ist vielleicht auch noch eine Sache, ich hab vor vielen Jahren meinen Artikel geschrieben der in meinem Buch für mal zwanzig Jahre auf dem, wie ich der Entwicklungsbegleitung schon drin ist.
00:28:18: Auf dem Buch was den jetzt folgt, für mal dreißig Jahre, auf dem wie ich die Entwicklungs- Begleitung was hoffentlich bald erscheinen wird.
00:28:26: Da ist eigentlich ein Wie Kinder meine Entwicklung begleiteten und da habe vollzogen, wie aus verschiedenen Theorien die ich irgendwann mal gelernt habe das Verhalten von Kindern mich inspiriert hat bestimmten Dingen weiter zu folgen und letztendlich ich dann auch ja dass ist dann sehr stark in die Entwicklungsbegleitung eingeflossen.
00:28:50: Wow danke!
00:28:53: Das war jetzt große Klasse super.
00:28:57: Also das war ein super Abschlussort, wie mich Kinder bei meiner Entwicklung begleitet haben.
00:29:05: Perfekt!
00:29:05: Ich denke es ist genau das was ich mir von diesem Podcast versprochen habe einen Einblick in die Wechselwirkung zwischen Inspiration und Englischungsbegleitung.
00:29:19: Danke Walter.
00:29:21: Gerne lieber Michael und klein wenig Werbung noch zum Schluss des Buchs Fünferdreißig Jahre, auf dem wie ich der Entwicklungsbegleitung wird.
00:29:29: Demnächst erscheinen ist schon vorangekündigt auf meiner Website und ist jetzt nochmal besonders die letzten zehn Jahre was mich da alles noch weiter inspiriert hat und was eben sehr Einfluss genommen hat unter anderem die Corona Zeit Und Ich glaube das könnte auch Die Zuhörerinnen interessieren und über die Website kann man es auch schon vorbestellen
00:29:56: Super.
00:29:57: Dankeschön!
00:30:09: Sie hörten einen Podcast zum Thema Entwicklungsbegleitung von Waldra Döring im Gespräch mit Michael Wingenfeld.
00:30:18: Weitere Informationen können sie bekommen über die Website www.entwicklungsbekleidung.de
00:30:28: Und wenn ihr Lust habt, mit uns Kontakt aufzunehmen würden wir uns sehr freuen.
00:30:33: Also jede Form von Fragen, Hinweisen vielleicht eigene Erfahrungen, Ergänzungen bitte meldet euch gerne über die E-Mail Adresse auf der Internetseite www.entwicklungsbegleitung.de.
00:30:48: Wir freuen uns auf eure Kontaktaufnahme und Nachricht!
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